Kochen als Ersatz für den Arm-Workout
Auf die Frage, was ich heute kochen soll, kommt immer die Antwort: “Was Gutes!”
HA HA! Was Gutes!
Koche ich nicht immer was Gutes? Hä?
Na ja, heute soll es nicht nur gut sein, sondern es soll auch schnell gehen!
Und genau so schnell habe ich meine Entscheidung getroffen:
Heute mache ich einen Stopfer!
Was, du weißt nicht was Stopfer ist?
Stopfer ist ein altes, altes Gericht aus Vorarlberg, auch noch genannt Riebel, Pflutta oder Brösel (im Montafon). Mehr darüber hier nachlesen.
Wissen tu ich es nicht, aber ich habe mir immer gedacht, dass Stopfer so heißt, weil er den Magen schnell füllt (stopft) und lange anhält. Früher war es das perfekte Frühstück oder Mittagessen, um dann harte Arbeit zu verrichten.
Das tolle an Riebel ist, dass er auch sehr schnell gemacht ist. Man kann ihn schon am Abend vorher zubereiten oder am Morgen, wie ich es immer mache.
Ich brauche für zwei Personen:
250 gr Weizengrieß
500 ml Milch
1 Prise Salz
70 gr Butter oder Butterschmalz
Die Milch mit dem Grieß und der Prise Salz aufkochen, dann das Grieß langsam einrieseln lassen und währenddessen mit dem Schneebesen kräftig rühren bis der Grießkoch eindickt.
Dann mindestens eine Stunde oder über Nacht fest werden lassen.
Nach dem Festwerden die Butter oder das Butterschmalz in einer Bratpfanne schmelzen. Den Grießkoch hineingeben und “scharf” braten.
Dabei die Masse immer wieder wenden, zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen ……. bis lauter gröbere und feinere Brösel (siehe Montafon) in der Pfanne sind.
Geschafft!
Jetzt einfach an den Tisch sitzen mit der dampfenden Pfanne Stopfer – Pflutta – Riebel – Brösel und mit Kaffee oder Milch und Apfelmus genießen.
Noch ein paar Anmerkungen:
– Ich nehme immer Dinkelgrieß, ist zwar etwas klebriger, aber gesünder. :-)
– Man kann auch Halbfettmilch verwenden. :-)
– Mein Vater gibt den Riebel in den Kaffee und löffelt ihn da raus.
– Mein Bruder macht den Riebel, wenn er Zeit und Lust hat (eher selten, meistens macht ihn meine Schwägerin :-)) in einer Stahlpfanne auf dem Schwedenofen.
– Man kann ihn auch mit Zwetschgenkompott essen.
– Meistens isst man ihn mit Apfelmus.
– Ich liebe ihn mit Zimt und Zucker.
– Manche Wenige geben auch gebratene Kartoffeln drunter. (Uahhh!)
– Einfach wie jeder will!
Jetzt bleibt nur noch die Frage, was das mit dem Arm-Workout auf sich hat?
Hier verweise ich auf diese Zeilen:
Dabei die Masse immer wieder wenden, zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen und braten und wenden und kräftig zerstoßen ……. bis lauter gröbere und feinere …….
Noch Fragen?
Ihr seht, wenn man das richtig macht, dann kann man sich die Hanteln für diesen Tag sparen! :-)
Nun ran an den Herd und los geht`s!
Maria
Ich hab grad so Lust auf Riebel, wenn ich das lese! Ich werd mich mal auf die Suche nach Griess machen :-)
Das freut mich, wenn du jetzt Lust auf Riebel hast! :-)
Ich hoffe du bist fündig geworden! :-)