Getagged: Bohnen
„BOHNA UND KNÖPFLI“ UND MEINE KINDHEIT
gehören irgendwie zusammen!❤
Warum?
Weil ich eine sehr glückliche Kindheit hatte in einem kleinen, wirklich kleinen Dorf am Bodensee in Vorarlberg!
In einem Haus mit riesigem Garten mit Blumen, Bäumen, Obst und Gemüse!
In einer Straße, in der fast alle meinen Cousinen und Cousins gewohnt haben!
Wir haben noch auf der Straße gespielt!
Haben heute bei dieser Tante gegessen, morgen bei einer anderen und am nächsten Tag waren alle bei uns zum Essen!
Wir mussten im Haus helfen, auch mein Bruder (Hat ihm nicht geschadet!😉 ), wir mussten beide kochen lernen, wir mussten helfen putzen, wir mussten im Herbst helfen Äpfel und Birnen auflesen, auch wenn es kalt war, wir mussten Papa draußen helfen!
Wir mussten Rasen mähen oder das gemähte Gras mit einem Anhänger zu einer alten Frau bringen, wo wir dann immer Eier von ihren Hühnern und etwas Süßes bekommen haben!
Wir mussten Johannesbeeren abnehmen und abzupfen!
Wir mussten Stachelbeeren ernten und Bohnen abnehmen!
Wir mussten Bohnen spitzeln (= bei den Bohnen „das Teil“ abschneiden, wo die Bohnen am Busch gehangen sind/haben)!
Wir mussten helfen einkochen und die Marmeladegläser beschriften!
Wir mussten das Fleisch, das wir vom Onkel, der einen Bauernhof hatte, in Säckchen packen und anschreiben, damit es eingefroren werden konnte!
Und wir haben das alles nicht immer gerne getan! *schmunzel* *schmunzel*
Wir haben gelacht, gespielt, geweint, gestritten, uns wieder versöhnt!
Und wir haben Bohna und Knöpfli gegessen!
Und das leidenschaftlich gerne!
Mit Bohnen aus dem eigenen Garten!
Und immer wenn ich das koche, werde ich ganz melancholisch und schwelge in wunderschönen Erinnerungen!
Und ich werde auch ein bisschen traurig, weil das ein Leben war, wie ich es dem Fräulein Entzückend leider nie bieten kann!❤
BRENNDI BOHNA UND KNÖPFLI
(Grüne Bohnen mit Einbrenn mit Spätzle)
ZUTATEN für 4 Personen:
800 gr grüne Bohnen (geputzt)
1 Messerspitze Natron
2 Knoblauchzehen
200 gr Geselchtes, klein gewürfelt
150 gr Frühstücksspeck, klein gewürfelt
1 EL Butterschmalz
2 gehäufte EL Dinkelmehl
1 großer Zweig Bohnenkraut oder
½ TL getrocknetes Bohnenkraut
Salz und Pfeffer
400 gr Dinkelmehl
2 Eier
240 ml Milch
1 Prise Muskatnuss
Salz
ZUBEREITUNG:
Wasser in einem großen Topf mit etwas Salz und einer Messerspitze Natron aufkochen.
Wenn das Wasser kocht, Bohnen zugeben, weich kochen, abgießen (Bohnenwasser auffangen) und dann in Eiswasser abschrecken, beiseite stellen und alles abkühlen lassen.
Den kleingewürfelten Frühstücksspeck in einer Bratpfanne knusprig braten und beiseite stellen.
In einer Pfanne 1 EL Butterschmalz schmelzen, dann 2 gehäufte EL Mehl dazu geben und unter ständigem Rühren braun werden lassen.
Anschließend sofort mit dem abgekühlten Bohnenwasser (mindestens einem halben Liter) ablöschen und kräftig mit einem Schneebesen rühren, damit keine Klümpchen entstehen. (Einbrenn)
2 Knoblauchzehen mit einer Knoblauchpresse in den Einbrenn drücken, das kleingewürfelte Geselchte und den Zweig Bohnenkraut zugeben und alles unterrühren.
Einmal unter Rühren aufkochen und dann den Herd abstellen.
Für die Knöpfli oder Spätzli einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.
Währenddessen in einer großen Schüssel 400 gr Mehl, 2 Eier, 240 ml Milch, Salz und eine Prise Muskatnuss gut mit einem Kochlöffel verrühren, wobei der Teig ruhig noch Klümpchen haben darf.
Dem kochenden Wasser Salz zugeben und den Spätzleteig mit einem Spätzlesieb in das leicht wallende Wasser reiben.
Wenn die Knöpfli an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig.
Den Bohneneinbrenn nochmals kurz aufkochen und dann sofort mit den Knöpfli und dem kross gebratenen Frühstücksspeck schön anrichten, servieren und genießen!
Eigentlich weiß ich gar nicht, ob das ein Essen ist, das es nur in unserer Familie, in unserem Dorf gegeben hat, oder ob das auch sonst bekannt ist!
Auf jeden Fall ist es wunderbar fein und ich liebe es heute noch sehr!
Danke Mama, dass du meinem Bruderherz und mir das (und noch so Vieles mehr) beigebracht hast!❤
Ich drücke euch!
Maria
★ LEICHTIGKEIT ★ auf Instagram
DER GRUND WARUM DER HEUTIGE HERBSTBEGINN DAS ENDE MEINER BLOGPAUSE EINLÄUTET
heißt gsiBLOGGER!
Nadin von Die Glücklichmacherei und Michelle von Sugar Stories hatten die Idee, dass sich die Vorarlberger BloggerInnen zu einer Gemeinschaft zusammenschließen. Und um mit dieser Gemeinschaft gleich richtig durch zu starten, haben sie ein Blogevent ins Leben gerufen, bei dem die BloggerInnen im Juni etwas posten, das mit der Heimat, mit Vorarlberg zu tun hat!
Und da kein Tag vergeht, an dem ich nicht vom Bloggen träume, an dem ich nicht denke, das und das könnte ich machen, könnte ich posten, an dem ich nicht Kochbücher wälze, Blogs „verschlinge“, Bastelmaterialien und Kochutensilien (zum Leidwesen von Herrn Paulus) horte, dachte ich mir: wann dann, wenn nicht jetzt!!!
Und so habe ich mich kurzerhand entschlossen, euch zum heutigen Herbstbeginn (es regnet und regnet und regnet …), ähhh, räusper, mitten im Sommer mit einer
Vorarlberger Gerstensuppe zu erfreuen!
Und ich danke Petrus aus tiefster Seele, dass es heute nicht 30 Grad im Schatten hatte, denn Herr Paulus hätte mich gelyncht, wenn er da eine Gerstensuppe hätte essen müssen! *schmunzel*
Aber so hat es perfekt gepasst! *freu*
Zutaten für 4 tolle Portionen + noch etwas zum Einfrieren für weitere Herbsttage:
160 gr Rollgerste
80 gr weiße Bohnen
50 gr große Bohnen (Saubohnen)
3 Scheiben Frühstückspeck (Geselchtes oder irgendein Schinken, wenn es nicht so fett sein sollte)
1 große Zwiebel
3 Kartoffeln
3 Karotten
1/2 Lauchstange
2 handtellergroße Scheiben Sellerie
7 Nelken
etwas Muskatnuss
Suppenwürze
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Zuerst müssen die Gerste und die Bohnen je nach Packungsangabe einige Stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden, am besten über Nacht.
Dann gebe man die Bohnen mit dem Einweichwasser, einer großen Zwiebel, den Nelken, Salz, Pfeffer und dem Muskatnusspulver, einer Scheibe Frühstücksspeck und den geschälten und ganz klein geschnittenen Kartoffeln in den Schnellkochtopf oder in einen großen Topf und lasse es ca. 1 Stunde ganz leicht köcheln.
Währenddessen kann man die Karotten, den Lauch, Sellerie und den übrigen Frühstückspeck ebenfalls ganz klein schneiden und nach einer Stunde köcheln, wenn man den Schnellkochtopf wieder öffnen kann (Vorsicht! Wirklich erst dann öffnen, wenn der Dampf abgelassen ist!!!) , auch in die Suppe geben. Dann muss die Gerstensuppe mit dem Suppengewürz ganz nach Lust und Laune abgeschmeckt werden und darf noch so lange weiterköcheln, bis das Gemüse weich ist.
Und nun kann sie mit frisch geriebenem Pfeffer genossen werden!
Mahlzeit oder
An guata (wie man in Vorarlberg so schön sagt)!
Ich freue mich über eure Rückmeldungen, wenn der eine oder die andere die Gerstensuppe nach kocht!
Und nun muss ich sagen: es hat mir wieder sooo viel Spaß gemacht, das Vorbereiten, das Kochen, das Fotografieren, das Schreiben und das ……. äh ……. Essen!
*jupiduuu*
*juhuuu*
Ganz liebe Grüße und bis bald!
Maria ♥