Getagged: Cocktailtomaten
DIE PARADOXIE DES SAFTIGEN KNÄCKEBROTS
Saftiges Knäckebrot?
Häää?
Bitte was???
Ja, genau so habe ich “Häää …….?” gefragt, blöd aus der Wäsche geguckt und die Welt nicht mehr verstanden?
Herr Paulus, mein persönlicher Nerd, erklärt mir gerade jetzt, wo ich diesen Post schreibe, dass das Knäckebrot einfach genial gewesen sei: “Sooo saftig!”
Ich erhole mich nach dieser Aussage von einem Herzstillstand und reagiere vollkommen entrüstet:
“Geht`s noch? Dieses Knäckebrot war so was von fein knusprig! Knuspriger geht gar nicht mehr!!!”
Und Herr Paulus antwortet mir vollkommen verdutzt: ” Ja selbstverständlich war es total knusprig, aber im selben Moment auch total und vollkommen unerwartet saftig!”
Diskussion hin, Diskussion her!
Was soll ich da sagen!
Ich kann ihn gerade nicht verstehen!
Weiß beim besten Willen nicht, was mit ihm los ist!
Frage ihn, ob ihm nicht gut sei, ob ich ihm einen Tee machen soll?
Aber Herr Paulus bleibt bei seiner Aussage und findet, dass ich mich darüber freuen sollte!
Hm! Die Frage ist nur, worüber ich mich denn freuen sollte?
Darüber, dass Herr Paulus ein Nerd ist, dass er interessante Aussagen tätigt, dass mein Mann so “lustig” ist, oder soll ich mich darüber freuen, dass ich ein Knäckebrot “erschaffen” habe, das knusprig und saftig zugleich ist! ;-)
Auf jeden Fall hat es mir sehr gut geschmeckt, dem Fräulein Entzückend auch.
Die hat es verschlungen wie die Pommbären! OK, das ist wieder mal ein bisschen übertrieben *hihi*, die Pommbären liebt sie natürlich viiiel mehr! So schön kann ich mir das Knäckebrot auch wieder nicht reden! :-)
Also nochmals: das Knäckebrot ist fast so gut wie Pommbären! :-)
Aber versucht es doch einfach selbst!
ZUTATEN:
120 gr geschroteter Leinsamen
60 gr Chiasamen
60 gr Sesam
60 gr Sonnenblumenkerne
350 ml Wasser
1 TL Meersalz
1 TL Zucker
60 gr Tomatenpesto
ZUBEREITUNG:
Leinsamen, Chiasamen, Sesam und Sonnenblumenkerne mit dem Wasser verrühren und 15 min. quellen lassen.
Backofen auf 150° (Umluft) vorheizen.
Anschließend die restlichen Zutaten unterrühren.
Ganz dünn auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen, eventuell noch ein zweites Backblech nehmen und den Rest dort verstreichen.
10 Minuten bei 150° backen, aus dem Ofen holen und mit einem scharfen Messer Knäckebrotscheibenrechtecke vorschneiden, damit es dann besser schneiden oder brechen geht, wenn es fertig ist.
(Muss man aber nicht machen, denn man kann es schlussendlich auch wunderbar brechen.)
Danach sofort wieder in den Backofen und ca. 35 – 40 Minuten weiterbacken. Eventuell auch etwas länger, je nach Backofen. Vielleicht ein kleines Stückchen abbrechen und kosten!
ACHTUNG: Die Backofentür sollte während des Backens einen Spalt offen sein! Das funktioniert super, wenn man einen Holzkochlöffel dazwischen klemmt.
Nach dem Backen gut auskühlen lassen und dann in die vorgeschnittenen Teile brechen.
Wenn es nicht gleich gegessen wird, am besten in einer Keksdose aufbewahren.
Sehr lecker ist es auch bestrichen oder belegt mit verschiedenen Leckereien!
Hier mit Ricotta und Cocktailtomaten, die ich für 10 Minuten bei 220° im Backrohr gebacken habe!
Sollte dann aber sofort genossen werden, ansonsten ist es nur noch saftig und nichts mehr mit knusprig! *hihi*
Und hier habe ich Magertopfen mit einem Schuss Mineralwasser glatt gerührt und mit Nektarinen belegt, die für ca. 15 Minuten mit braunem Zucker im Backrohr bei 200° karamellisiert wurden.
Ganz fein übergossen mit einem Schuss Ahornsirup.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Dieses Knäckebrot (wie jedes andere auch *schmunzel*) kann wirklich mit allem belegt werden, nur sollte es sofort schnabuliert werden!
Auch kann das Pesto selbstverständlich durch jedes andere Pesto ersetzt werden, oder man kann es weglassen und dafür zwei Esslöffel feines Olivenöl oder Kokosöl hineingeben!
Sei es wie es wolle, testet, versucht, probiert und versucht der Paradoxie des saftigen Knäckebrots auf die Schliche zu kommen! :-)
Viel Freude, viel Spaß beim Nachbacken und Experimentieren!
Umarmung!
Maria
3 GRÜNDE, WARUM ES BEI UNS WIEDER GEMÜSEBREI GEBEN SOLLTE
1. Grund: Fräulein Entzückend
2. Grund: Fräulein Entzückend
3. Grund: “Gemüsesmoothies” sind ja bekanntlich sehr gesund!
Was ich damit sagen will:
1. Grund: Unser kleines Fräulein mag kein Gemüse mehr!
2. Grund: *jammer* *jammer* Da hat unser kleines, liebes Fräulein vom ersten Moment Festnahrung an alles gegessen und *jammer *jammer* jetzt mag sie plötzlich kein Gemüse mehr und schafft es sogar das kleinste Gemüsefutzelchen allein mit der Zunge (!!!) aus dem Mund zu befördern! *grrr* Und sollte es dann mal doch nicht nur mit der Zunge funktionieren, dann wird als Draufgabe noch “gespudert”! *grrr*
3. Grund: Ja, und wenn das so ist, dann werde ich jetzt aus allem Gemüse einen Smoothie mixen, der dann gekocht und unter Nudeln oder Reis gemischt wird. Denn – eben – Gemüsesmoothies sind ja bekanntlich sehr gesund und derzeit der Renner! Und so wird es bei uns jetzt auch der Brenner! :-)
(Tut mir leid, du lieber, hipper Smoothie, aber dir mache ich es jetzt unter dem Hintern heiß! Du wirst kochen vor Freude, damit du ein kleines eigensinniges Mädchen mit starkem und ausgeprägtem Willen “glücklich” machen darfst !)
Und ihr fragt euch, warum ich diese Gründe aufzähle?
Weil ich *schluchz-schmunzel-zwinker* heute ein megaleckeres Mittagessen gezaubert habe, und das kleine Fräulein nur geschimpft und gezettert, mit der Zunge das Gemüse aus ihrem Mund transportiert und dann auch noch gespudert hat, was das Zeug hielt, nur damit sie ja kein Gemüse essen muss! Und das nicht zum ersten Mal! :-) *knurr* Da muss man mal knurren! :-)
Dafür haben es der Herr Paulus und ich absolut genossen und sind einer Meinung, dass Fenchel, Tomaten und Rosmarin ein perfektes Trio sind! Friends forever!
Also, lässt euch nicht abhalten vom “Gespudere” und “Gezettere”! ;-)
Versucht es, kocht es nach und holt euch den Sommer in den Gaumen!
Und für euren kleinen Schätze, sofern sie es mit Gemüse wie mein Spuderkind haben, einfach vorab ein bisschen pürieren!
Aber nun zum Rezept!
Die Inspiration hab ich heut vom Schnippelboy (Danke dir!) bekommen, der einen sehr leckeren Fenchelsalat mit Orangen gezeigt hat. Und da ich gerade Fenchel zu Hause hatte, dachte ich mir: “Perfekt!”
Jedoch beim zweiten Nachdenken, ist mir eingefallen, dass es das dann war mit dem besonderen Zeug, das bei uns im Kühlschrank herumlungert! Und einkaufen konnte ich nicht gehen, da das Fräulein Entzückend wieder mal Husten und Fieber hat! (Wie ist das mit dem Gemüse-Essen, Vitamine, Abwehrkräfte usw.? ;-) )
So habe ich aus den Resten, die der Kühlschrankschlund freigegeben hat und diesen tollen getrockneten Rosmarinnadeln (Achtung! Achtung! Das sind keine Tannennadeln! *schmunzel* *lach* Herr Paulus glaubte das nämlich!), ein Sonntags- äh Freitagsessen gezaubert!
ZUTATEN für 2 Personen:
200 gr Dinkelspaghetti (oder andere Nudeln)
1 rote (oder andere) Zwiebel
1 Fenchelknolle
10 Cocktailtomaten
1 EL Öl (Rapsöl)
4 EL Tomatenmark
1 TL brauner (oder anderer) Zucker
2 gehäufte Teelöffel getrocknete Rosmarinnadeln
Salz, Pfeffer
250 ml Wasser
80 ml (oder je nach Belieben) Sahne (Ich habe fettarme Sahne genommen!)
eventuell Parmesan und/oder frisch geriebenen Pfeffer
ZUBEREITUNG:
Zwiebeln schälen und klein schneiden.
Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen.
Den Fenchel waschen, den Strunk entfernen, klein schneiden, zu den Zwiebeln geben und anbraten.
Die Cocktailtomaten waschen und auch den kleinen Strunk entfernen, halbieren oder vierteln, je nach Lust und Laune und Zeit ;-) und ebenfalls in die Pfanne geben.
Die Rosmarinnadeln in die Pfanne geben.
4 EL Tomatenmark und 1 TL Zucker in die Pfanne rühren und mit 250 ml Wasser aufgießen.
Auf niedriger Stufe einköcheln lassen. Eventuell noch Wasser dazu gießen.
Nudeln nach Packungsangabe kochen!
Wenn die Nudeln al dente sind, abseihen, die Sahne in die Sauce geben und kurz aufkochen lassen.
Anschließend die Nudeln in eine Schüssel geben, die Sauce darüber geben, alles gut miteinander vermischen, mit frisch gehobeltem Parmesan oder frisch gemahlenem Pfeffer toppen, in Gedanken an einem kleinen Tischchen am Meer sitzen und mit dem Liebsten oder der Liebsten oder den Liebsten genießen und sich nicht den Genuss vom “gemüseherausspudernden” Kind vereiteln lassen *hihi* *schmunzel*! ;-)
In diesem Sinne genießt es, genießt euch, freut euch an fast – siehe oben allem!
Umarmung!
Maria
P.S.: Und bei uns wird es eben das Gemüse für Fräulein Entzückend in nächster Zeit püriert, als Smoothie oder als feines Süppchen geben! :-) <3 :-) Nur das Beste für den kleinen Schatz! <3