Getagged: knusprig

VON EINEM KLEBRIGEN JAHRESAUSKLANG UND PERFEKTEN NEUJAHRSBRÖTCHEN

will ich euch berichten!
Denn der Jahresausklang war gar nicht so einfach!
Nein, jetzt übertreibe ich etwas!
Denn der Jahresausklang war eigentlich ganz schön!
Sehr schön sogar!
Aber nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt habe!
*schmunzel* *schmunzel*
Denn – ob ihr es glaubt oder nicht – kurz vor Mitternacht habe ich noch den Kühlschrank geputzt!
Nicht, weil der (die) Faule am (Jahres-)Abend noch schnell fleißig wird!
Nein, weil ich wieder mal (laut Herrn Paulus und meiner Mama) den Hausverstand ausgeschaltet habe!
Und ja, ich gebe es zu, stimmt ja!
Aber es war ja Silvesterabend und ich total in Feierlaune! <3
Jedoch seht ihr hier, was trotz des Malheurs Grandioses entstanden ist,
nämlich die perfekten, selbstgemachten Neujahrsbrötchen!
Die perfekten Brötchen überhaupt!
(Bin ich jetzt zu eingebildet? ;-) Nein, überhaupt nicht!!! :-)
Seht selbst!)

Es war nämlich so, dass Herr Paulus sich gewünscht hat, dass wir heuer mal den Silvesterabend zu dritt daheim verbringen! Meine Wenigkeit, die schon sehr gerne feiert, ja, sehr gerne mit anderen Menschen feiert, war davon natürlich nicht sehr angetan.
Und ich habe mich gefragt, was wir drei denn den ganzen Abend machen, denn der muss ja besonders sein! (Nicht, dass die Abende, die Zeit mit meinen beiden Schätzen nichts besonderes wäre! Nein, jede Sekunde mit ihnen ist kostbar, aber ich habe Silvester immer in Gesellschaft gefeiert. Das meine ich! :-) ) Das kann ja nicht ein normaler Abend mit “normalem” Abendprogramm sein!
Und dann habe ich mir den Kopf zerbrochen, was wir mit dem Fräulein Entzückend anstellen könnten, damit es für sie ein supertoller Silvesterabend wird!
Aber nichts hat mir gepasst!
Bis mich mein zweites Ich gefragt hat, ob es wirklich um das kleine Fräulein geht oder nur um mich?
Und ja, ich musste (wieder) zugeben, es geht hier, wenn ich ehrlich bin, um mich!
Und mit dieser Überlegung kam dann Gott sei Dank das Loslassen und die Leichtigkeit und dieser Silvesterabend-es-muss-was-Tolles-sein-Stress ist von mir abgefallen und ich konnte mich einfach freuen und genießen.
So sind wir dann auch nicht auf das Kinderfeuerwerk um 17 Uhr am Marktplatz, da es hier geregnet hat, sondern das Fräulein und ich haben ganz gemütlich alles für das Raclette vorbereitet, während Herr Paulus gechillt hat.
Dann haben wir wirklich gemütlich und sehr fein gegrillt, gebraten, geschmolzen und geschlemmt, was das Herz begehrt hat!
Nach dem Aufräumen sind wir dann in der dunklen Stube auf den Couch gelegen und haben dem Feuerwerkstreiben zugeschaut (Wir wohnen im 5. Stock und sehen perfekt zu den Bergen!), das hier schon den ganzen Tag im Gange war.
Haben gestaunt, geohht und geahht, bewundert und uns gefreut!

Irgendwann haben dann das Fräulein und ich entschieden, dass wir für das Neujahrsfrühstück unbedingt noch was backen müssen, und mir sind sofort die Morgenbrötchen von Trine Hahnemann eingefallen, die ich unbedingt einmal nachbacken wollte.
(Gefunden habe ich das Rezept in ihrem wunderbaren Buch “SKANDINAVISCH BACKEN”, das ich mir selbst zu Weihnachten geschenkt habe! Muss auch sein!)
Und so haben wir den Teig leicht abgewandelt gemacht und laut Anweisung in einer abgedeckten Schüssel in den Kühlschrank gestellt, damit wir am Morgen Brötchen zum Frühstück backen können.
Jedoch – und jetzt kommt es – hat das Fräulein Entzückend, nein, ähhh, habe ich nicht daran gedacht, dass der Teig ja auch im Kühlschrank “geht”.
Und so wollte ich kurz vor Mitternacht (Das Fräulein hat schon vorher schlapp gemacht! <3 ) etwas aus dem Kühlschrank holen, und was kam mir da entgegen???
Was???
Hefeteig!!!
Natürlich!
Ein traumhaft aufgegangener Hefeteig, der so wunderbar und stark und kräftig und selbstbewusst war, dass er es sogar geschafft hatte, den Deckel der Schüssel zu heben!
Und?
Muss ich jetzt noch weiter erklären?
Jetzt wisst ihr, warum ich Kühlschrank geputzt habe! :-)

Aber genug der vielen Worte, hier kommt das leicht abgewandelte Superbrötchenrezept von Trine Hahnemann, das uns am Neujahrsmorgen in den Bann gezogen hat, und mit Sicherheit noch viele Frühstücke und aber auch Abendessen, Suppengelage und Salatzeit bereichern wird!

ZUTATEN:

900 gr Dinkelmehl
15 gr Salz (oder etwas weniger)
2 Päckchen Trockenhefe
700 ml kaltes Wasser

ZUBEREITUNG:

Alle Zutaten in einer Küchenmaschine mit dem Knethaken gut verkneten.
(Nicht erschrecken, der Teig ist recht klebrig!)
Dann den Teig in eine Schüssel geben, die man abdecken kann und über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.
ACHTUNG: Die Schüssel sollte groß genug sein, damit der Teig mindestens doppelt so groß werden kann.
Am Morgen dann das Backrohr auf 240° C (Umluft hatte ich, aber jeder Backofen ist anders) vorheizen, “Kugeln” (sind nicht wirklich Kugeln, denn der Teig ist immer noch sehr klebrig, lässt sich aber sehr gut abreißen), soviele man braucht, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.
Anschließend 5 Minuten backen.
Danach die Temperatur auf 210° C herunterschalten und die Brötchen 15 bis 20 Minuten fertig backen.
Wenn sie fertig sind, aus dem Backofen nehmen und noch etwas rasten lassen.
Und dann süß oder pikant belegen, oder einfach nur ganz puristisch mit Butter genießen.
Der Restteig kann wieder in den Kühlschrank gegeben werden und ist dort gelagert bis zu 5 Tagen haltbar.

Also – *freufreufreu* – jeden Morgen Frische-Brötchen-Glück!!!
Knusprig, frisch, selbstgemacht!!!

Nachtrag zum Kühlschrankputzen: Da ich total entspannt war, und davor schon einen sehr schönen Abend mit meinen zwei “Schlawinern” hatte, war das Kühlschrankputzen gar nicht so schlimm!
Und heute kann ich euch versichern, es war es auf jeden Fall wert!
Natürlich werde ich beim nächsten Mal eine größere Schüssel nehmen (Ich bin ja nicht blöd!!! *hihi*)!
Aber ich freue mich riesig, die ganze Familie Leichtigkeit freut sich riesig, dass wir den Neujahrstag mit diesen Brötchen beginnen durften!
Was für ein Start!!! <3

In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt ein sehr, sehr gemütliches Wochenende, vielleicht mit diesen Brötchen deluxe!

Umarmung!
Maria

P.S.: Während ich diesen Post zu euch in die Welt hinaus schicke, lassen sich gerade im Backrohr wieder ein paar Brötchen knusprig bräunen, die ich vorher schnell auf das Backblech gegeben habe! <3
Es ergibt so ca. 10 bis 12 Brötchen, je nach Größe und wenn man den Hefeteig nicht vorher an den Kühlschrank verfüttert hat! *schmunzel* *schmunzel*
Genießt einen glücklichen Tag! <3

DIE PARADOXIE DES SAFTIGEN KNÄCKEBROTS

Saftiges Knäckebrot?
Häää?
Bitte was???
Ja, genau so habe ich “Häää …….?” gefragt, blöd aus der Wäsche geguckt und die Welt nicht mehr verstanden?
Herr Paulus, mein persönlicher Nerd, erklärt mir gerade jetzt, wo ich diesen Post schreibe, dass das Knäckebrot einfach genial gewesen sei: “Sooo saftig!”
Ich erhole mich nach dieser Aussage von einem Herzstillstand und reagiere vollkommen entrüstet:
“Geht`s noch? Dieses Knäckebrot war so was von fein knusprig! Knuspriger geht gar nicht mehr!!!”
Und Herr Paulus antwortet mir vollkommen verdutzt: ” Ja selbstverständlich war es total knusprig, aber im selben Moment auch total und vollkommen unerwartet saftig!”

Diskussion hin, Diskussion her!
Was soll ich da sagen!
Ich kann ihn gerade nicht verstehen!
Weiß beim besten Willen nicht, was mit ihm los ist!
Frage ihn, ob ihm nicht gut sei, ob ich ihm einen Tee machen soll?
Aber Herr Paulus bleibt bei seiner Aussage und findet, dass ich mich darüber freuen sollte!
Hm! Die Frage ist nur, worüber ich mich denn freuen sollte?
Darüber, dass Herr Paulus ein Nerd ist, dass er interessante Aussagen tätigt, dass mein Mann so “lustig” ist, oder soll ich mich darüber freuen, dass ich ein Knäckebrot “erschaffen” habe, das knusprig und saftig zugleich ist! ;-)

Auf jeden Fall hat es mir sehr gut geschmeckt, dem Fräulein Entzückend auch.
Die hat es verschlungen wie die Pommbären! OK, das ist wieder mal ein bisschen übertrieben *hihi*, die Pommbären liebt sie natürlich viiiel mehr! So schön kann ich mir das Knäckebrot auch wieder nicht reden! :-)
Also nochmals: das Knäckebrot ist fast so gut wie Pommbären! :-)
Aber versucht es doch einfach selbst!

ZUTATEN:

120 gr geschroteter Leinsamen
60 gr Chiasamen
60 gr Sesam
60 gr Sonnenblumenkerne
350 ml Wasser
1 TL Meersalz
1 TL Zucker
60 gr Tomatenpesto

ZUBEREITUNG:

Leinsamen, Chiasamen, Sesam und Sonnenblumenkerne mit dem Wasser verrühren und 15 min. quellen lassen.
Backofen auf 150° (Umluft) vorheizen.
Anschließend die restlichen Zutaten unterrühren.
Ganz dünn auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen, eventuell noch ein zweites Backblech nehmen und den Rest dort verstreichen.
10 Minuten bei 150° backen, aus dem Ofen holen und mit einem scharfen Messer Knäckebrotscheibenrechtecke vorschneiden, damit es dann besser schneiden oder brechen geht, wenn es fertig ist.
(Muss man aber nicht machen, denn man kann es schlussendlich auch wunderbar brechen.)
Danach sofort wieder in den Backofen und ca. 35 – 40 Minuten weiterbacken. Eventuell auch etwas länger, je nach Backofen. Vielleicht ein kleines Stückchen abbrechen und kosten!
ACHTUNG: Die Backofentür sollte während des Backens einen Spalt offen sein! Das funktioniert super, wenn man einen Holzkochlöffel dazwischen klemmt.
Nach dem Backen gut auskühlen lassen und dann in die vorgeschnittenen Teile brechen.
Wenn es nicht gleich gegessen wird, am besten in einer Keksdose aufbewahren.

Sehr lecker ist es auch bestrichen oder belegt mit verschiedenen Leckereien!
Hier mit Ricotta und Cocktailtomaten, die ich für 10 Minuten bei 220° im Backrohr gebacken habe!
Sollte dann aber sofort genossen werden, ansonsten ist es nur noch saftig und nichts mehr mit knusprig! *hihi*

Und hier habe ich Magertopfen mit einem Schuss Mineralwasser glatt gerührt und mit Nektarinen belegt, die für ca. 15 Minuten mit braunem Zucker im Backrohr bei 200° karamellisiert wurden.
Ganz fein übergossen mit einem Schuss Ahornsirup.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Dieses Knäckebrot (wie jedes andere auch *schmunzel*) kann wirklich mit allem belegt werden, nur sollte es sofort schnabuliert werden!

Auch kann das Pesto selbstverständlich durch jedes andere Pesto ersetzt werden, oder man kann es weglassen und dafür zwei Esslöffel feines Olivenöl oder Kokosöl hineingeben!
Sei es wie es wolle, testet, versucht, probiert und versucht der Paradoxie des saftigen Knäckebrots auf die Schliche zu kommen! :-)

Viel Freude, viel Spaß beim Nachbacken und Experimentieren!

Umarmung!
Maria

Der Besuch der alten Da… ähhh … der alten Freundin!

Ohhh, diesen Aufschrei möchte ich jetzt hören, wenn diese “alte” Freundin den Post liest! Hi Hi! Dabei ist mit “alter” Freundin nicht das Alter gemeint, sondern weil wir uns schon sooo lange kennen.
Und sehr selten, da immer sehr beschäftigt, aber dann doch, meldet sie sich von Zeit zu Zeit. So auch diese Tage.
Etwas ganz Bestimmtes zeichnet Frau Alt (= alte Freundin) aus: sie lebt extreeem gesund (Nahrung und Sport). Also eh toll! Um ihren Willen beneide ich sie schon sehr!
Auf jeden Fall kündete sie ihren Besuch mit den Worten an: “Du weißt, bitte nichts vorbereiten, ich esse nichts!”
Ein Aufschrei meinerseits: “Ja du! Du musst ja nichts essen, aber ich will doch was Gutes zum Kaffee!”
Hm, wenn schon der Besuch nichts will, dann wenigstens ich!
:-) :-) :-)
Und so überlegte ich mir was Feingundes (= fein und gesund), ganz gesunde Vollkornkekse, die getarnt als Dekoration an der Tasse hingen, nämlich Tassenkekse.
War sehr neugierig, ob Frau Alt diese knabbern wird?
Das Rezept für den vollwertigen Mürbteig habe ich hier gefunden und ganz leicht abgeändert.


250 gr Vollkorndinkelmehl
1/2 TL Backpulver
100 gr kalte Butter
70 gr Rohrohrzucker
70 gr gemahlene Mandeln
1 Ei
1 TL Zimt

Alle Zutaten zu einem feinen Mürbteig kneten und dann ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Ausrollen und beliebige Plätzchen ausstechen.
Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 180° Grad (Umluft)
ca. 12 Minuten backen, je nach Backrohr.
Meine habe ich etwas länger im Backrohr gelassen, da waren sie total fein knusprig.
Herr Paulus fragte mich dann heute Abend voll interessiert: “Was muss man tun, damit Kekse weich werden?” Hä? Bitte was? Habe ich mich da verhört?
Interessant diese Durch-die-Blume-Frage!!!

Ich liebe knusprige Kekse! :-)


Natürlich hatte auch Frau Alt ihre Freude mit der “Dekoration” und Ratz Fatz war dann gleich mal fast alles weg. Das letzte Plätzchen knabbere ich gerade noch. :-)


Versucht sie mal!
Sie sind nicht nur gesund, sondern wirklich total lecker und knusprig!
:-) :-) :-)

Liebe Grüße, Maria!